Synology Surveillance-Station im Überblick (Am Beispiel NVR1218) - Teil 3

Synology Surveillance-Station

Im ersten Teil habe ich den Synology NVR1218 genau unter die Lupe genommen, im zweiten Teil dann den Disk-Station-Manager und heute kommen wir zum interessantesten Teil, der Synology Surveillance-Station. Mit der Surveillance-Station können wir nämlich ONVIF/RTSP Überwachungskameras zentral verwalten. Surveillance-Station ist ein Softwarepaket für den Disk Station Manager und kann auch bei vielen NAS-Modellen über die Softwareverwaltung installiert werden.

 

Synology betreibt eine Kompabilitätsliste für unterstützte Überwachungskameras: https://www.synology.com/de-de/compatibility/camera

Info: Die Liste hat keine 100% Vollständigkeit. Es gibt auch Modelle die funktionieren, ohne dass sie in dieser Liste stehen.
Info: Für jede Überwachungskamera wird eine Surveillance-Lizenz benötigt! Beim NVR1218 sind 4 bereits inklusive. Rein rechnerisch lohnt sich alleine schon der Kauf des NVR1218, wenn wir 4 Kameras nutzen möchten. Bei anderen Modellen bitet vorher prüfen wievile Lizenzen benötigt werden und ob diese dabei sind. Andernfalls kann man die Lizenzen auch nachkaufen für ca 40-50€ pro Lizenz, abhängig vom Paket.

Synology Diskstation Modelle anzeigen

Synology NVR Modelle

Lizenzen anzeigen

 

 

Info & Video

Ich kann hier nicht jede Funktion detailliert erfassen. Im Video zeige ich aber alles genau. Die beiden Kameras die ich hier verwenden werde sind:

Die Modelle von INSTAR sind sehr zuverlässig (deutsche Firma) und die ONVIF und RTSP-Integration hat bei mir bisher immer sehr gut funktioniert. Die Dokumentation ist auch sehr gut.


Kapitel

  • 02:38 IP-Kamera Konfiguration
  • 16:06 Bewegungserkennung Konfiguration
  • 20:37 Live-Ansicht und Einstellungen
  • 28:51 Chronik(Alarmverwaltung)
  • 33:20 Aufnahme-Verwaltung
  • 34:33 Anwendungszentrum
  • 35:57 Schnappschüsse
  • 36:29 Protokoll
  • 36:50 Audiomuster
  • 37:08 Clientverwaltung
  • 37:28 Geofencing/Home-Mode
  • 39:37 Aktionen
  • 42:27 Benachrichtigungen
  • 47:09 Benutzerverwaltung
  • 47:22 System

Info: Wenn ihr das Video auf Youtube ladet sind die Kapitel anklickbar.

 

Die Synology Surveillance-Station

Die Surveillance-Station ist ein Paket für den Disk-Station-Manager und kann auch auf Synology NAS-Modellen, welche eine entsprechende Hardwareleistung besitzen installiert werden. Aber Achtung, die normale NAS-Modelle haben, im Gegensatz zu den NVR-Modellen, keinen HDMI-Anschluss für einen Monitor. D.h. es muss ein PC zur Verfügung stehen.

Surveillance-Station
Surveillance-Station

Disk-Station Oberfläche
Synology Surveillance-Station Oberfläche
Synology Surveillance-Station Oberfläche
Synology Surveillance-Station Oberfläche

Im Bild oben sehen wir die Oberfläche der Surveillance-Station. Die wichtigsten Shortcuts befinden sich bereits auf dem Desktop:

  • Live-Ansicht: Live Ansicht der Kameras.
  • Chronik: Verwaltung der Aufnahmen/Alarmaufnahmen.
  • IP-Kamera. Kameras hinzufügen, einrichten, ändern.
  • Aufnahme: Aufnahmenliste verwalten.
  • Anwendungszentrum: Paketen installieren.
  • Die Hilfe

 

Wichtige Funktionen

Ich habe einmal die wichtigsten Funktionen für Überwachungskameras zusammengefasst. Alle Funktionen kann ich hier nicht aufzählen, da dies den Rahmen des Artikels sprengen würde. Im Video selbst zeige ich aber so gut wie jede Funktion zumindest einmal kurz.

 

Bewegungserkennung

Bewegungserkennung
Bewegungserkennung
Bewegungserkennung
Bewegungsbereiche
Bewegungsbereiche
Bewegungserkennungsbereiche

Die Bewegungserkennung kann auf Empfindlichkeit und mit einem Schnellwert konfiguriert werden. Außerdem können kurze Bewegungen ignoriert werden. Das ist z.B. nützlich damit schnell vorbeifliegende Vögel keinen Alarm auslösen.

Schnellwert: Größere Werte lösen die Bewegungserkennung für größere Bewegungen aus. Kleinere Werte lösen die Bewegungserkennung schneller aus.

Empfindlichkeit: Größere Werte lösen die Bewegungserkennung schneller aus. Dies ist ein Faktor zur Bestimmung, wie groß der Unterschied zwischen einer Reihe von Bildern sein muss, um die Bewegungserkennung auszulösen.

Info: In der Dokumentation gibt es noch weitere Werte wie Objektgröße und Verlauf, welche aber wohl bei meinen Kameramodellen nicht zur Verfügung stehen.

Es kann pro Kamera auch der Bewegungserkennungsbereich festgelegt werden. Dabei wählen wir Bereiche aus in denen die Kamera auf Bewegung reagieren soll. Das ist insbesondere sehr nützlich wenn wir z.B. ein Fenster im Videobereich haben an dem im Außenbereich Personen vorbeilaufen und Autos vorbeifahren, diese aber keinen Alarm auslösen sollen.

Zusatzwissen: Fehlalarme bei Überwachungskameras oder WLAN-Kameras vermeiden

 

Für die Bewegungserkennungsaufnahmen gibt es auch eine Oberfläche(Chronik). Dabei gibt es eine Leiste, links vom Videobild, in der Bewegungserkennungen blau markiert sind. Wir sehen so also genau wann und wo es ein Ereignis gab. Da die Aufnahmen aber durchgängig sind können wir auch jeden anderen Zeitpunkt betrachten!

Info: In der Leiste sehen wir immer die Bewegungsalarme der Kamera, welche gerade ausgewählt ist(Live-Video angeklickt, gelber Rand).
Bewegungserkennung Verwaltung
Bewegungserkennung Verwaltung
Bewegungserkennung Verwaltung

Es ist auch möglich einige Bildparameter zu verändern, so wie wir es von vielen Überwachungskameras kennen:

  • Helligkeit
  • Kontrast
  • Sättigung
  • Schärfe

 

Benachrichtigungen

E-Mail Benachrichtigungen
E-Mail Benachrichtigungen
E-Mail Benachrichtigungen
Benachrichtigungen
Benachrichtigungen
Benachrichtigungen

Es ist möglich sich Benachrichtigungen per Mail zusenden zu lassen. Beispielsweise wenn eine Kamera die Verbindung verliert oder wenn ein Bewegungsalarm erkannt wird. An die Mail können Screenshots angehängt werden. Es ist auch möglich sich per App Push Nachrichten bei Bewegungsalarm zu schicken. Zu dieser App wird es aber noch einen weiteren Artikel samt Video geben.

 

Geofencing

Geofencing
Geofencing
Geofencing

Es ist möglich sogenanntes Geofencing zu nutzen und den Alarm abzuschalten, wenn sich das eigene Smartphone im Haus/WLAN befindet. Es gibt auch noch einen separaten, manuellen, Schalter in dem "Widget". Widget ist dieser Block oben rechts im Bild mit den ganzen Infos.

 

Live-Video Oberfläche

Live-Video Oberfläche
Live-Video Oberfläche
Live-Video Oberfläche

Die Live-Video Oberfläche ist übersichtlich und über diese können alle Kameras betrachtet werden. Das Layout kann außerdem konfiguriert werden. Anzahl der Kameras und Aufbau. Außerdem sind E-Maps möglich. Das ist eine Karte auf der die Kameras positioniert werden können, siehe Bild. Die Kameras auf der Karte sind anklickbar und dann wird das Bild geladen.

Bei PTZ(Motor) fähigen Kameras die ONVIF fähig sind, erfolgt die Steuerung des Motors über das runde Element links oben in der Ecke(Kreis mit Pfeilen). Die weiteren Funktionen zeige ich im Video ab Minute 20:37

 

Speicherdauer und Loop-Recording

Speicherdauer
Speicherdauer
Speicherdauer

Die Speicherdauer kann festgelegt werden. Außerdem werden alte Aufnahmen auf Wunsch gelöscht um Platz für neue zu schaffen. Das sind auch die optimalen Einstellungen, wie ich sie vornehmen würde. Wie lange und wie viele Aufnahmen ihr speichern könnt hängt von der Anzahl der Kameras, deren Videogröße und den Festplatten ab, die ihr im NAS verbaut. Es gibt aber auch hier eine Berechnungshilfe.

Weitere Infos: Überwachungskamera, mobiler Zugriff Datenvolumen

Zusatzartikel Wissen: Mobilbetrieb - Datenvolumen/Datenvebrauch einer Überwachungskamera reduzieren

 

Zeitplan
Zeitplan
Zeitplan
Das Menü
Das Menü
Das Menü

Zusammenfassung wichtiger Funktionen

  • Benachrichtigungen per Mail, SMS, App
  • Aktionen
  • Zeitpläne
  • Bewegungserkennung/Bewegungserkennungsbereiche
  • RTSP/ONVIF (ermöglicht diverse Einstellungen wie I/O wenn die Kamera das per ONVIF korrekt implementiert hat)
  • RTSP Stream Freigabe
  • Benutzerverwaltung
  • Aufnahmen schützen (vor der Löschung durch das Loop-Recording)
  • Schnappschüsse
  • Loop-Recording
  • Oberfläche für die Alarmverwaltung
  • E-Maps (Karte mit Kameras)
  • Live-Stream Oberfläche
  • Motorsteuerung(PTZ) wenn die Kamera dies per ONVIF unterstützt.

Da der Zugriff von Außen optional möglich ist, haben wir somit auch einen Cloud-Speicher(zu hause) ohne monatliche Zusatzkosten. Ich habe mir schon einige Überwachungskameras mit Cloud-Abos angeschaut und bei den meisten wird das auf dauer ziemlich teuer und vor allem sind es meist Abo-Modelle. Also positive Ausnahme sei hier die Instar-Cloud genannt die auch ohne Abo funktioniert: Die INSTAR Cloud im Test - Online NVR für INSTAR Überwachungskameras

Wenn es gegengerechnet wird, so rentiert sich so ein NVR relativ schnell, vor allem weil wir ihn zusätzlich auch noch als Backupspeicher oder kleines NAS nutzen können. Allerdings müssen wir auch Zeit für das lernen des Systems und die Konfiguration investieren. Lohnt sich aber. Zudem lässt sich alles zentral verwalten, auch wenn ihr Modelle verschiedener Kamerahersteller besitzt.

Info: Wenn ihr Videostreaming und erweitertes Multimedia plant würde ich euch ein normales DS-Modell empfehlen, da diese meist mehr Hardwareleistung haben!

Synology Diskstation Modelle anzeigen

 

Fazit

Die Surveillance-Station kann weit mehr als viele Überwachungskameras über die Herstellersoftware ermöglichen. Alleine für die Speicherung und die Bewegungserkennung ist sie schon sehr praktisch. Kameras einbuchen, Synology NVR/DS in den Keller stellen und fertig. Die Verwaltung der Bewegungsaufnahmen ist auch sehr gut gelungen. Die Dokumentation des Systems ist sehr gut und lobenswert.

Ich habe mir schon einige andere Programme wie Zoneminder oder Blue Iris angeschaut. Zoneminder kann man auch auf einem Raspberry PI laufen lassen aber die Einrichtung ist nur für Linux-Profis geeignet. Blue Iris benötigt dagegen einen PC und ist komplett auf Englisch und auch für Profis gedacht. Deshalb würde ich so einen NVR als eine der "einfachsten" Lösungen für den Heimanwender bezeichnen. Wenn ihr also mehrere Überwachungskameras habt und die Aufnahmen permanent und zentral speichern möchtet, dann ist so ein NVR, z.B den NVR1218, eine machbare Lösung. Außerdem ist die Verwaltung übersichtlich und das System kann sich auch automatisch selbst aktualisieren.

Außerdem gibt es die Surveillance-Station Software auch für viele NAS-Modelle von Synology. Die Homepage von Synology listet außerdem die Details zu allen Modellen sehr gut auf, da lässt sich alles gut nachlesen, falls z.B. etwas auf der Amazon-Seite unklar sein sollte.

Das wars aber noch nicht von meine Serie, denn sie geht weiter in Teil 4, welcher in den nächsten Wochen folgen wird.

 

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Synology NVR Modelle

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