Aktualisiert am: 15.07.2022, geschrieben von Marco
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Überwachungskamera App - Videobild stockt oder ruckelt

In diesem Artikel möchte ich mich einmal mit der Problematik von stockendem oder ruckelndem Videobild auf dem Smartphone beschäftigen. Gründe und Lösungen.

 

 

Apps

Für viele Überwachungskameras und WLAN-Kameras gibt es kostenlose Apps vom Hersteller, mit denen es möglich ist, auf den Livestream der Kamera zuzugreifen. In der Regel auch von Unterwegs. Die Apps ermöglichen verschiedene Einstellungen, allerdings sind diese nicht überall gleich. Ich werde jetzt mit Beispielen auf wichtige Funktionen und Probleme eingehen.

 

Ursachen

Folgende Ursachen kommen in Frage, wenn das Videobild ruckelt.

  1. Mobile Verbindung zu langsam oder schlecht.
  2. Videoeinstellungen zu hoch für die mobile Verbindung.
  3. Hardware des Handys (selten, aber möglich).
  4. Falsche Einstellungen.

 

1. Mobile Verbindung zu langsam oder schlecht

Das mobile Internet ist in Deutschland momentan noch nicht wirklich flächendeckend gut ausgebaut(15.07.2022). Ich habe hier z. B. nur 3G mit 3 Balken und das draußen im Garten. Selbst wer einen LTE Vertrag hat bekommt hier also kein LTE! Der erste wichtige Punkt ist also darauf zu achten, welches mobile Internet überhaupt verfügbar ist (und wie gut die Verbindung ist), wenn das Videobild ruckelt.

 

 2. Videoeinstellungen zu hoch für die mobile Verbindung

In den Apps kann oft festgelegt werden, welcher Videostream und mit welchen Einstellungen er übertragen wird. Oft ist es auch im Stream selbst möglich, die Qualität zu wechseln. Manchmal müssen die Einstellungen für die verschiedenen Streams (niedrig/mittel/hoch) auch in der Weboberfläche festgelegt werden.

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Beispiel Optionen in der Reolink App
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Einstellung direkt im Videobild

 

Das waren jetzt einige Beispiele, um das generelle Konzept solcher Einstellungen zu verdeutlichen. Hier nochmal zusammengefasst:

  • Streamqualität im Stream wechseln.
  • Einstellungen in der App anpassen.
  • Streamqualität in der Weboberfläche konfigurieren, wenn die in der App nicht verfügbar sind.

 

3. Hardware des Handys (selten, aber möglich) 

Ich habe es schon erlebt, dass ein Handy hardwaretechnisch Probleme gemacht hat. In manchen Apps gibt es eine Einstellung wie "GPU Beschleunigung aktivieren" oder "Grafikprozessorbeschleunigung nutzen". Falls diese Option vorhanden ist, so sollte diese testweise einmal aktiviert und deaktiviert werden. Dabei solltest du dann beobachten, ob das Bild flüssiger läuft als zuvor.

 

4. Falsche Einstellungen

Wenn du die Einstellungen für den Videostream falsch oder zu hoch setzt, ist es kein Wunder, wenn das Bild stockt. Ein Videobild wird vom menschlichen Auge ab ca. 24 Bildern pro Sekunde(FPS) als flüssig wahrgenommen. Manche Kameras haben eine niedrigere Bildrate, um dadurch den Datenverbrauch zu reduzieren. Einige Reolink-Überwachungskameras erlauben beispielsweise maximal 15 FPS. Das reicht für eine Überwachung an sich aus, allerdings ist das Bild nicht so flüssig wie mit 24 FPS.

  1. Wenn das Bild stark ruckelt und die Kamera es erlaubt, die FPS zu ändern, dann senke den FPS-Wert.
  2. Wenn die Auflösung verändert werden kann, dann ist dies die zweite Möglichkeit. Auf einem kleinen Handybildschirm reicht oft auf 640 oder 720P aus. Wenn du allerdings 1080P wählst, dann kann es je nach Verbindung ruckeln oder stocken. Je höher die Auflösung, desto mehr Speicher wird benötigt.
  3. Einige Modelle erlauben es, die Datenrate (kbps) zu verändern. Dieser Wert legt die Bildqualität fest. Wird dieser Wert extrem niedrig eingestellt, dann siehat du im Videobild weniger Details und oft auch die typische Kästchenbildung. Mit diesem Wert beeinflussen wir auch, wie groß (Dateigröße) ein Video wird. Auch hier können wir optimieren, falls das Bild ruckelt.

Diese drei Parameter sollten also sinnvoll und in Abhängigkeit voneinander eingestellt werden. Den kbps Wert auf 100 kbps zu setzen und dann FullHD(1080P) zu wählen, bei 2 FPS ist z. B. nicht sinnvoll bzw. das Ergebnis ist nicht das, was die meisten möchten. Höhere Auflösungen benötigen generell auch einen höheren kbps Wert. Diese drei Werte sind nicht ganz so Nutzerfreundlich. Deswegen verzichten viele Hersteller darauf und geben dem Nutzer einfachere Auswahlmöglichkeiten.

 

Das Datenvolumen bei mobilem Internet beachten!

In Deutschland gibt es soweit ich weiß(15.02.2019) keine mobilen Flatrates ohne Volumenbegrenzung. Wer mobil auf eine Überwachungskamera zugreift, muss sich bewusst sein, dass dies das Volumen des Smartphones beansprucht. Je höher ihr die Qualität einstellt, desto mehr Volumen wird benötigt!

Das Volumen kann berechnet werden oder ihr testet einfach folgendes. Nehmt ein Videobild des aktuell zu sehenden Streams auf und öffnet diesen dann bzw. schaut euch Größe und Dauer an. Wenn 1 Minute Video dann z. B. 10 MB groß sind, dann wisst ihr, dass eine Stunde Video etwa 600 Megabyte an Volumen benötigen würden!

 

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