Geschrieben am 06.03.2017 von Marco, aktualisiert 06.07.2020
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PIR-Bewegungsmelder

In diesem Artikel möchte ich genauer auf Bewegungsmelder, speziell auf die Variante mit passiven Infrarot (PIR) eingehen. Der Begriff PIR findet sich immer wieder bei Überwachungskameras und deswegen sollte man wissen was ein PIR eigentlich bedeutet und wozu er genutzt wird.

 

 

Was ist ein Bewegungsmelder (Sensor)?

Generell ist ein Bewegungsmelder ist ein elektronischer Sensor, der Bewegungen in seiner Umgebung registrieren kann. Es gibt hierbei verschiedene Methoden:

  1. Elektromagnetische Wellen
  2. Ultraschall
  3. Infrarotstrahlung (PIR)

Der PIR-Sensor ist der Sensor, welcher am meisten bei Bewegungsmeldern eingesetzt wird. Ein weiterer Grund wieso PIR-Sensoren häufig bei Netzwerkkameras/IP-Kameras oder WLAN-Kameras zum Einsatz kommen, ist, dass diese in der Regel auch einen Dämmerungsschalter integriert haben. Mit diesem Dämmerungsschalter kann die Nachtsicht bzw. die Aktivierung Infrarot LEDs nämlich gesteuert werden.

 

PIR-Sensor

​PIR steht für "passive Infrared" oder auch "Pyroelektrischer Sensor". Ein PIR Sensor kann Temperaturänderungen von bewegten, warmen Objekten in seiner Umgebung wahrnehmen. Diese Temperaturänderung führt zu einer messbaren Änderung der elektrischen Spannung. Der Vorteil eines solchen Sensors ist also der, dass die Fehleralarmquote geringer ist. Schauen wir uns den PIR-Sensor einmal im Vergleich zur simplen Bewegungserkennung per Software an.

 

 

Erkennung der Bewegung per Software VS PIR-Sensor

Bild einer Netzwerkkamera im Garten

​​Nehmen wir das obige Bild als Beispiel. Wir haben hier viele Pflanzen welche sich bei Wind stark bewegen können. Die Bewegungserkennung per Video vergleicht Veränderungen im Videobild, egal was dort zu sehen ist. Ein PIR-Sensor reagiert auf Wärme, was bedeutet das Pflanzen die sich im Wind bewegen keinen Alarm auslösen, ein Mensch, welcher Körperwärme abgibt und sich bewegt, jedoch schon.

Info: Ein PIR-Sensor reagiert auf alle sich bewegenden warmen oder erwärmten Objekte! Dies bedeutet aber auch, dass erwärmte Büsche, Bäume oder Pflanzen, welche sich im Wind bewegen einen Alarm auslösen können. Dies kann nur behoben werden, indem ihr die Sensitivität der Bewegungserkennung der Kamera verändert. Statische, warme Objekte, welche sich nicht bewegen, lösen keinen Alarm aus.
Info: Ich gehe in diesem Beispiel hier von einer sehr simplen Software für die Bewegungserkennung aus. Es gibt dort mittlerweile auch verschiedene Ansätze und unterschiedliche gute Erkennung. 

 

Ist Bewegungsmelder (Sensor) gleich Bewegungsalarm?

Mit Bewegungsmelder ist in der Regel ein Bauelement gemeint, welches Bewegungen erkennen kann. Beispielsweise eben der hier thematisch behandelte PIR-Sensor. Mit Bewegungsalarm ist meist die Funktion von WLAN-Kameras und Netzwerkkameras gemeint, welche auf erkannte Bewegungen mit einer Aktion reagieren kann. Der Bewegungsalarm kann dabei die Daten des Bewegungsmelders/Sensors nutzen (zumindest wenn die Software des Herstellers dies macht). Ein Sensor für die Erkennung von Bewegung kostet allerdings Geld, im Gegensatz zur reinen Erkennung per Software. Deswegen kosten Modelle mit Bewegungsmelder (Sensor) meist etwas mehr.

Vorteile eines PIR-Sensors

​Ein PIR-Sensor hilft dabei Fehlalarme zu vermeiden. Mit ihm wird beispielsweise verhindert, dass wechselnde Lichtverhältnisse jedes mal einen Fehlalarm auslösen. Der Sensor reagiert nur auf sich bewegende, warme Objekte. Dies kann allerdings auch eine Spinne vor der Kamera sein, ein Mensch, eine Katze oder erwärmte Pflanzen im Wind.

Ein Modell mit einem solchen PIR-Sensor ist beispielsweise die Instar IN 6014 HD WLAN-Kamera

 

​Weiterführende Quellen

https://de.wikipedia.org/wiki/Bewegungsmelder
https://de.wikipedia.org/wiki/Pyroelektrischer_Sensor

PIR passive Infrared
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