Reolink Argus im Test
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Vor kurzem habe ich die Reolink Keen getestet, welche eine batteriebetriebene Überwachungskamera für den Einsatz in geschlossenen Räumen ist. Allerdings hat Reolink auch ein batteriebetriebenes Modell für den Außeneinsatz im Angebot. Dieses Modell trägt den Namen Reolink Argus und in diesem Testartikel erfährst du alles über diese Kamera.

 

Lieferumfang

Reolink Argus Lieferumfang

Im Bild oben seht ihr den Lieferumfang der Reolink Argus.

  1. Zwei Päckchen Dübel und Schrauben
  2. Magnethalterung
  3. Klassische Wandhalterung
  4. Argus Kamera
  5. Aufkleber
  6. Anleitung
  7. Bohrschablonen der Halterungen
  8. Batterien
  9. Metallwerkzeug um den Rest-Knopf zu betätigen.

 

Hier mein Testvideo mit dem Unboxing. Außerdem stelle ich euch alle Elemente vor und mehr.

 

Die Kamera

Reolink Argus frontal
Bild
Seitliche Klappe (Reset & Speicherkarte)

Ganz oben haben wir zuerst den Tageslichtsensor. Dieser misst das Licht und schaltet bei Bedarf die Infrarot-LEDs für die Nachtsicht ein. Darunter befindet sich das Objektiv (Schärfe ca. 0,6 Meter bis Unendlich) und unter dem Objektiv befindet sich eine Status-LED und ein Mikrofon. Der ovale große Bereich ist der passive Infrarotsensor, welcher für die Bewegungserkennung zuständig ist. Zu guter Letzt gibt es ganz unten noch eine Reihe von Löchern und dahinter befindet sich der Lautsprecher.  

Auf der Seite befindet sich eine Schutzklappe. Unter dieser Schutzklappe befindet sich ein SD-Kartenslot und darunter ist ein Resetknopf. Dieser Reset-Knopf kann mit dem mitgelieferten Metall-Werkzeug eingedrückt werden und dadurch wird die Kamera dann auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt.

 

​Installation 

Batterien einlegen



Batteriefach der Argus
Bild
Batterien CR123A

Im Lieferumfang ist ein Werkzeug aus Kunststoff enthalten, mit dem das Batteriefach der Kamera geöffnet werden kann. Das Werkzeug wird einfach auf den Knopf an der Unterseite gedrückt und dann gedreht um das Fach aufzuhebeln. Darunter kommt das Batteriefach zum Vorschein und hier legen wir nun die vier Batterien ein. Auf der Unterseite des Batteriefachs steht übrigens in welche Richtung die Batterien eingelegt werden müssen. Wenn alle Batterien eingelegt worden sind, wird die Abdeckung einfach wieder verschlossen. Die Reolink beginnt nach dem Einlegen der Batterien sofort mit der Sprachausgabe bzw. fordert uns auf die App zu starten. Die Sprachausgaben sind auf Englisch.

 

Installation

 Die Installation der Reolink Argus verläuft genau so wie bei der Reolink Keen, welche ich bereits getestet habe. Ich habe deswegen diesen Teil aus dem Keen-Test ins Video oben übernommen. Die Einrichtung funktioniert kurz gesagt folgendermaßen:

  1. App starten, "add new device antippen".
  2. Kamera QR-Code scannen.
  3. WLAN-Daten eingeben.
  4. Smartphone mit dem Code vor die Kamera halten.
  5. Passwort und Nutzer eingeben. Neues Passwort festlegen.
  6. Fertig!

 

Reolink Wireless IP Camera

 

​Montage und Halterungen

Reolink Magnethalterung
Bild
Klassische Halterung

Im Lieferumfang der Reolink Argus sind zwei Halterungen enthalten. Die erste Halterung ist eine klassische Halterung wie wir sie von vielen anderen Modellen kennen. Die Halterung wird einfach in das Gewinde auf der Unterseite der Kamera geschraubt. Die Halterung kann dann an die Wand geschraubt werden und erlaubt es die Kamera in nahezu jedem Winkel zu positionieren, je nachdem wie man die Halterung dreht.

Gewinde auf der Unterseite
Bild
Halterung Kopf

Die zweite Halterung finde ich besonders gelungen. Die Halterung hat einen weißen Ball, welcher magnetisch ist. Da auch die Unterseite der Kamera Magnetisch ist, kann die Kamera auf diesen Ball gedrückt werden und hält dann dort fest. Jetzt kann die Kamera ganz einfach positioniert werden. Dies geht ganz einfach und vor allem kann die Kamera auch ganz leicht wieder von der Halterung gelöst werden. Für mich eine der besten Halterungen die ich bis jetzt gesehen habe. Für beide Halterungen ist eine Bohrschablone im Lieferumfang enthalten. Diese Schablonen können einfach an die Wand gehalten werden um die Löcher anzuzeichnen, simpel, nützlich und bequem.

 

Die App

Unterschiede zur Reolink Keen

Die Einstellungen und die App sind bei der Keen und der Argus fast identisch. Bei der Argus gibt es allerdings keinen Motor und deswegen ist die PTZ-Steuerung hier i nder App ausgeblendet. Außerdem hat die Argus nur zwei Videostream-Modi. "Fluent" und "Clear". Die Reolink Keen hatte noch einen dritten Modus, welcher ein Mittelding von "Fluent" und "Clear" war. Wie ich oben bereits erwähnt habe, hat die Argus einen integrierten PIR-Sensor und dessen Empfindlichkeit kann auch über die App verstellt werden. Da die restlichen Einstellungen, soweit ich das erkennen kann, identisch sind, wiederhole ich nicht alles erneut und verlinke hier das Video der App, welches ich mit der Keen aufgenommen habe.

 

 

E-Mail Alarm

Die Kamera kann eine E-Mail mit einem Bild versenden, wenn sie eine Bewegung erkennt. Das habe ich im Testvideo vergessen zu erwähnen. Im nachfolgenden Bild seht ihr, wie eine solche E-Mail aussieht.

Argus E-Mail mit Bild

Technische Daten

Reolink Argus im Test
Reolink Argus im Test - Wasserdichte Überwachungskamera mit Batterien
Preis 100 - 200 EUR
Hersteller Reolink
Modellname Argus
Alarmfunktionen Bild per Email, Alarmton, Videoaufnahme, Video auf SD, Bild auf SD, Alarminfo per E-Mail, Push/Smartphone/App
Auflösungen 1280 x 720 (720p), 1920 x 1080
Bewegungserkennung Ja
Brennweite -
Cloud Nein
DDNS Nein
Einsatzort Außen
IR Cut Filter Ja
LAN Anschluss Nein
Lautsprecher Ja
Mikrofon Ja
Mobil Zugriff Ja
Modellname Argus
Nachtsicht(LED) 6 IR LEDs
SD Karten Ja
Sichtwinkel 130 °
Verschlüsselung WEP, WPA, WPA2
Wetterfest Ja
WLAN Modus 802.11 b, 802.11 g, 802.11 n
Zoom Nein

 

Die Bewegungserkennung reicht bis zu 10 Meter weit. Gleiches gilt auch für die IR-LEDs

Weitere technische Details beim Hersteller: https://s3.amazonaws.com/reolink-storage/website/docs/specs/Reolink-Argus-IP-Camera-Specifications.pdf

 

Testaufnahmen

Die Videoqualität der Aufnahmen kann in der App eingestellt werden und dabei stehen 1080P und 720P als Auflösung zur Verfügung. Die Bilder pro Sekunde sind auf ein Maximum von 15 begrenzt. Das reicht meiner Meinung nach aber immernoch aus. Bei der Reolink Argus und der Keen kann außerdem die Bitrate geändert werden. Je höher die Bitrate ist, desto größer wird die Videodatei und die Videoqualität wird auch besser. Wenn ihr diesen Wert allerdings zu hoch einstellt, kann es sein, dass das Videobild Sprünge macht. Allerdings betrifft das nur Videos die ihr manuell über das Smartphone macht und welche auch auf dem Smartphone gespeichert werden. Bei mir kommt es zu Sprüngen im Video wenn ich die Bitrate bei 1080P auf über 1000 setze.

Die Videos die automatisch über die Bewegungserkennung der Kamera auf die SD-Karte gespeichert werden sind immer ruckelfei, egal welche Bitrate und Auflösung. Daraus lässt sich ableiten, dass das Springen des Videos bei mir an der zu langsamen WLAN-Verbindung zwischen der Kamera und meinem Smartphone liegt.

 

Info: Zum Schluss noch eine kleine Info. Wenn ihr die Videos manuell in der App aufnehmt, dann werden diese auf euer Smartphone gespeichert. Wenn ihr das Smartphone dann an den PC anschließt, dann könnt ihr nicht ohne weiteres auf den Ordner zugreifen in dem die Videos liegen. Es ist deswegen empfehlenswert die Videos mit einem Programm wie Totalcommander auf die SD-karte zu kopieren. In folgendem Video (gegen Ende) zeige ich wie das geht.

 

 

Info: Die Kamera ist nicht für eine permanent 24/7 Überwachung gedacht, denn dann wären die Batterien sehr schnell leer. Der normale Anwendungsfall ist die Überwachung eines Bereichs an dem eher wenig Bewegung vorkommt. Ein gutes Beispiel ist beispielsweise der Kellereingang. Natürlich kann der Bewegungsmelder auch fix über die App abgeschaltet werden. Dann schaltet sich die Kamera nicht ein und macht auch keine Aufnahmen. Die maximale Standbyzeit liegt laut Herstellerangaben bei 180 Tagen.

Fazit

Die Reolink gibt es zum Zeitpunkt dieses Tests noch nicht direkt zu kaufen. Es ist aber möglich sie vorzubestellen und dann wird sie wohl ab dem 20 Juli 2017 ausgeliefert. Mir wurde diese Kamera vom Hersteller zur Verfügung gestellt, damit ich diesen Test durchführen kann. Meine Testberichte haben wohl einen guten Eindruck hinterlassen. Wie immer habe ich das Produkt sachlich und neutral untersucht und alles Vorgestellt und getestet, so dass ihr euch dann euer eigenes Bild machen könnt. 

Argus bei Reolink anzeigen

Die Magnethalterung ist wirklich super und es müssen keinerlei Kabel verlegt werden, da die Kamera mit Batterien betrieben werden kann. Zusätzlich ist die Kamera wetterfest und damit für den Außeneinsatz geeignet. Der Temperaturbereich darf dabei zwischen -10 und +55 Grad liegen. Die Argus verfügt über Nachtsicht und kann Videos und Bilder auf eine SD-Karte aufzeichnen. Zusätzlich ist ein Mikrofon und ein Lautsprecher verbaut. Die App ist einfach zu bedienen, allerdings gibt es keine Weboberfläche oder RTSP-Stream. Die Anleitung und die App sind auf Englisch, allerdings arbeitet der Hersteller, laut Auskunft, an der deutschen Übersetzung.

Es gibt momentan noch nicht viele batteriebetriebene Modelle am Markt aber mich persönlich hat die Kamera überzeugt. Für einen Preis von um die 100$ ist sie wirklich gut ausgestattet. Wie immer müsst ihr natürlich euren individuellen Anwendungszweck berücksichtigen und entscheiden ob die Kamera die Features hat, welche ihr benötigt. Ich hoffe mein Artikel und die Videos helfen euch dabei. Das war mein Testbericht und ich hoffe er hilft euch weiter. 

Über mich

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