Geschrieben am 18.06.2019 von Marco, aktualisiert 12.07.2022
NOOIE CAM 360 im Test
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Heute schaue ich mir wieder eine sehr preiswerte 1080P Überwachungskamera an. Die NOOIE CAM 360, die inzwischen "Nooie Babyphone mit Kamera" heißt. Eine WLAN-Kamera mit App, Motorsteuerung und Nachtsicht.

 

 

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Fazit

⮉ Pro ⮋ Contra
  • Preiswert
  • Unsichtbare IR-LEDs (Nachtsicht)
  • Gut als Babyphone einsetzbar
  • Motorsteuerung
  • Kein RTSP-Stream
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Die NOOIECAM 360 ist mit ca. 50-60€ sehr preiswert. Eine Motorsteuerung ist in der Preisklasse normal kaum zu finden. Momentan scheint es aber so, dass eine Motorsteuerung auch bei preiswerten Modellen im Kommen ist. Die Wansview Q5 konnte das nämlich auch schon.

Leider hat die Kamera keinen RTSP-Stream. Vermutlich will man auch hier den Cloud-Service verbreiten. 

Ich sehe den Einsatzzweck eher bei der Beobachtung. Beispielsweise um mehrere Aquarien, Tiere oder Anzeigen zu beobachten. Als Babyphone eignet sich die Kamera an sich auch. Babys schreien in der Regel recht laut und wenn wir die Kamera sehr nah positionieren, dann wäre das hörbar. Der Bewegungsalarm funktioniert an sich, hat aber die genannte Verzögerung von 3-4 Sekunden. Wenn ich den Treppenaufgang sehr schnell hochrenne, bin ich nicht beispielsweise nicht auf dem Bild! Das muss bei der Positionierung bedacht werden bzw. das ist der Grund wieso sie sich nicht für alle Einsatzzwecke der Überwachung eignet.

Da die Kamera keinen RTSP-Stream hat, sind wir von der Software des Herstellers abhängig bzw. müssen diese zwingen auch nutzen. Die Kamera benötigt Internetzugang. Sie kann nicht im Router blockiert werden, auch nicht, wenn ihr sie nur lokal im Netzwerk nutzen wollt.

Ein Benutzerkonto ist für die Nutzung der Kamera unvermeidlich, d.h. man muss sich zwingend mit einer E-Mail und einem Passwort registrieren. Von der Bildqualität könnt ihr euch selbst ein Bild machen, in dem ihr die Testaufnahmen anschaut. Ich habe euch nun alles gezeigt und nun wisst ihr über alles Bescheid und könnt selbst entscheiden.

 

Hier das Hauptvideo, erster Teil.

 

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Kamera, Verarbeitung und Montage


NOOIE CAM

Die Nooie Cam 360 hat auf der Vorderseite unter dem Objektiv ein Mikrofon. Dieses Mikrofon ist jedoch nicht sehr gut, darauf werde ich im Laufe des Testartikels noch genauer eingehen. Das Objektiv selbst hat einen recht hohen Bildwinkel, welcher bei gefühlten 150° liegt. Schaut euch die Testbilder und Testaufnahmen an, dort sieht man den Bildwinkel genau. Die Auflösung der Videos beträgt 1920x1080 Pixel.

Unten am Sockel befindet sich noch eine Status-LED. Diese kann man über die App aber später ausschalten. Wie auch bei der Wansview Q5, so haben wir auch hier einen versteckten SD-Kartenslot unter dem Objektiv. Dazu muss das Objektiv nach oben gerichtet sein, dann kommt der SD-Slot zum Vorschein.

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SD-Kartenslot
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SD-Karte

Auf der Rückseite sehen wir den Stromanschluss und den Resetknopf. Das Stromkabel ist ca. 140 cm lang und der benötigte USB-Steckdosenadapter ist auch im Lieferumfang enthalten. Die Kamera verfügt aber auch über einen Lautsprecher. Sie kann zum Gegensprechen genutzt werden und der Lautsprecher ist laut genug, damit die Person vor der Kamera uns hören kann. Das Mikrofon ist aber wie erwähnt sehr leise. Wir hören die Person vor der Kamera nur, wenn diese sehr nahe an die Kamera herangeht. So ab 50 cm würde ich sagen.

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Rückseite
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Seitlich

Die Kamera hat links und rechts vom Objektiv jeweils eine IR-LED. Diese sind nahezu unsichtbar bzw. man sieht sie schwach, wenn man sich auf ca. 2 Meter nähert. Die Nachtsicht ist dafür recht gut, siehe Testaufnahmen. Die Kamera ist ca. 12 cm hoch und an der dicksten Stelle etwa 8 cm dick. Sie wirkt vom Design her schick und modern. Die Verarbeitung wirkt für den Preis wirklich solide.

Für die Montage gibt es eine Plastikhalterung, auf welche die Kamera aufgeschoben werden kann. Das funktioniert soweit eigentlich ganz gut. Die Dübel und Schrauben für die Montage werden mitgeliefert.

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Halterungsplatte
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Halterung

Die Kamera hat eine Motorsteuerung und der Motor ist nahezu unhörbar. Am besten funktioniert die Steuerung bei mir, wenn ich die Videoqualität in der App auf normal setze. Sie kann um ca. 350° geschwenkt werden und hier im Video seht ihr die Geschwindigkeit des Motors.
Der Neigungswinkel beträgt etwa 90°. Wie gut die Steuerung über die App funktioniert, werde ich im Testartikel zum Video festhalten.

 

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Installation

Die Installation ist recht einfach.

  1. App Herunterladen: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.apeman.nooie
  2. Pluszeichen antippen
  3. Kamera wählen
  4. QR-Code vor die Kamera halten
  5. Auf Signalton warten
  6. Fertig

Im Hauptvideo zeige ich die Installation, siehe Kapitel oben im Hauptvideo.

 

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Die App

Ich habe auch hier wieder ein separates Video erstellt. Die App ist deutsch, übersichtlich und recht selbsterklärend.

 

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Funktionen und Erfahrungswerte

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Nooie App
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Nooie App Zeitplan

Die Nooiecam 360 kann Videos auf eine SD-Karte aufzeichnen und es gibt auch ein käufliches optionales Cloud-Paket(5 Euro im Monat). Die Cloudfunktion habe ich aber nicht genutzt oder getestet. Laut Angabe wird der Amazon Webservice als Cloudspeicher genutzt. Die App ist einfach zu bedienen und die Installation war auch einfach. Der Audioalarm funktioniert bei mir sehr unzuverlässig, was vermutlich am schwachen Mikrofon liegt.

Die Bewegungserkennung funktioniert jedoch und die Verzögerung der Push-Nachricht und der Alarmaufnahme liegt bei ca, 3-4 Sekunden. Es gibt also keinen Pre-Buffer für die Aufnahme. Die Positionierung spielt hier also eine sehr große Rolle, wenn die Alarmvideos auch die Aktion aufzeichnen sollen. Deshalb eignet sie sich auch nicht für alle Situationen. Das im Hinterkopf behalten!

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Alarmaufnahme
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Manuelle Aufnahme

Die Videoqualität kann auf NORMAL und HOCH gestellt werden. Mir scheint, das verändert die Bitrate, nicht aber die Auflösung. Wenn ich die Qualität auf HOCH stelle, reagiert die Motorsteuerung bei mir extrem verzögert. Auf NORMAL funktioniert es mit leichter Verzögerung. Die Swipe-Gesten sollten vorsichtig und gerade durchgeführt werden, ansonsten bewegt sich die Kamera nämlich zu weit oder auch gleichzeitig nach oben. Pfeile wären mir lieber gewesen.

Die Bewegungsverfolgung hat bei mir gut funktioniert. Im Video mit den Testaufnahmen findet ihr diese Aufnahme ab Minute 01:50. Die Kamera benötigt zum Hochstarten etwas länger als ich es gewohnt bin. Etwa 1 Minute und wenn sie bereit ist, dann ertönt eine Klangabfolge. Erst dann ist der Live-Steam abrufbar! Ab Werk ist übrigens die Daueraufnahme auf die SD-Karte aktiviert! Diese Einstellung finden wir unter dem Punkt "lager" in der App.

Der Abruf der Alarmaufnahmen geht am einfachsten über den Posteingang. Allerdings können laufende Alarmaufnahmen erst nach vollständiger Speicherung abgerufen werden! Eine Aufnahme hat eine Länge von 5 Minuten. In der Zeitleiste mit den Aufnahmen, ist es leider nicht möglich zu zoomen. Ich habe auch keine Möglichkeit gefunden, die Aufnahmen zu pausieren oder darin zu spulen. Manuelle Aufnahmen werden auf dem Handy gespeichert, andere Aufnahmen auf der SD-Karte.

Das war jetzt eine kurze Zusammenfassung. Hier noch weitere Erfahrungswerte.

Weiteres

  • Auf Werkseinstellungen zurücksetzen nötig für WLAN-Netzwerk Wechsel
  • Nach dem Reset ist immer die Daueraufnahme an!
  • Bild um 180° drehbar
  • Nach einem Softwareupdate musste ich ein Werksreset durchführen.
  • Cache löschen bei Problemen
  • Kein Spulen in oder Pausieren in den Alarmaufnahmen möglich.
  • Audioalarm funktioniert nur, wenn ich vor der Kamera stehe und laut in die Hände klatsche. Unzuverlässig. Mikrofon zu schwach.
  • Der Motor ist unhörbar leise.
  • Daueraufnahmen möglich
  • Navigation der Alarmaufnahmen über die Zeitleiste ist nicht so gut gelöst. Schwer, genau den Anfang zu treffen.
  • Wenn man daneben klickt, springt er nicht automatisch zum Anfang der nächsten Alarmaufnahme.
  • Alarmaufnahmen beginnen ca. 3-4 Sekunden verzögert.
  • Die Videos sind über den Posteingang sind erst 5 Minuten später abrufbar, weil die Aufnahme 5 Minuten geht und diese erst gespeichert werden muss! Klickt man hier früher, dann springt er zum Live-Video.

 

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Technische Daten

Reset
NOOIE CAM 360 im Test
NOOIE Babyphone Überwachungskamera im Test
Preis Preis 20 - 50 EUR
Hersteller Hersteller Nooie
Modellname Modellname 360
Alarmfunktionen Alarmfunktionen Push/Smartphone/App
Auflösungen Auflösungen 1920 x 1080(Full HD)
Bewegungserkennung Bewegungserkennung Ja
Brennweite Brennweite -
Cloud Cloud Ja
DDNS DDNS Nein
Einsatzort Einsatzort Innen
IR Cut Filter IR Cut Filter Nein
LAN Anschluss LAN Anschluss Nein
Lautsprecher Lautsprecher Ja
Mikrofon Mikrofon Ja
Mobil Zugriff Mobil Zugriff Ja
Modellname Modellname 360
Nachtsicht(LED) Nachtsicht(LED) 2 IR LEDs
SD Karten SD Karten Ja
Sichtwinkel Sichtwinkel 150 °
Verschlüsselung Verschlüsselung WPA2
Wetterfest Wetterfest Nein
WLAN Modus WLAN Modus 802.11 b, 802.11 g, 802.11 n
Zoom Zoom Nein

  • Kein RTSP
  • Modellname: IPC100
  • Anschlusskabel ist ca. 140 cm lang

Webseite des Herstellers: https://www.nooie.com/

Cloud kostet 5 Euro im Monat. Videos werden für 7 Tage gespeichert. Laut der Amazon-Beschreibungsseite gibt es wohl auch eine Alexa-Integration. Ich habe aber kein Alexa und habe dies nicht getestet.

 

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Testaufnahmen

Testaufnahmen bei Tag und Nacht gibt es in einem separaten Video. Die Alarmaufnahmen haben 15 Bilder pro Sekunde. Wenn ich manuell Aufnahmen über mein Moto G4 gemacht habe, dann hatten die Videos nur 4-6 Bilder pro Sekunde. Da weiß ich wirklich nicht, wieso. Es ist möglich, dass das an meinem Smartphone liegt.

 

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Lieferumfang


NOOIE CAM 360  Lieferumfang IPC100

Der Lieferumfang beinhaltet Folgendes:

  • Kamera
  • USB-Steckdosenadapter, 5V
  • USB-Kabel, ca. 140 cm, ohne Stecker.
  • Anleitung. Englisch, bis auf die Beschreibung der LEDs.
  • Montageplatte
  • Dübel und Schrauben

 

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