Aktualisiert am: 29.10.2022, geschrieben von Marco
ieGeek-Überwachungskamera im Test
Vergleichen
Sie sparen: 30,11 € (32%)
Unverbindl. Preisempf: 95,00 €
95,00 € 64,89 € Bei Amazon

Heute schaue ich mir eine weitere, batteriebetriebene Überwachungskamera mit Solarzelle an. Das Besondere ist hier allerdings der Preis, denn der liegt aktuell nur bei ca. 65 € und somit ist das auch das preiswerteste Akku-Solarmodell, da sich bis jetzt in der Hand hatte.

Wie schnell lädt die Solarzelle die Kamera, was taugt die App, wo liegen die Schwächen und lohnt sich das?

Zum Inhaltsverzeichnis springen

Fazit zur ieGeek Solar-Überwachungskamera

⮉ Pro ⮋ Contra
  • Preiswert
  • Solarzelle
  • LED-Licht
  • Akkubetrieben
  • Cloud wird auf die Dauer teuer
  • Kein RTSP (normal bei Akku)
  • 15 FPS

Für den Preis ist die Kamera überraschend. Viele Solarmodule kosten einzeln schon 20–30 €, d. h. die Kamera hat also ca. einen Wert von 30–40 €. Mir scheint, das ist eine leicht verbesserte Software-Version der COOAU ZS-GQ1, die ich neulich getestet habe. Aber auch diese Kamera hier trägt die Modellnummer „ZS-GQ1“. Es ist eine Außenkamera und sie ist IP65 geschützt, also wetterfest.

Die Bildqualität fand ich für den Preis soweit gut, aber dazu gibts ja die Testaufnahmen. 3 Megapixel sind angegeben, 2304 x 1296, 15 Bildern pro Sekunde. Bei der nativen Auflösung tippe ich aber eher auf Richtung 1080P

Es gibt hier keinen RTSP-Stream und es ist ein recht unbekannter Hersteller. Ich würde sagen, sie eignet sich also für kleine Überwachungsprojekte. Beispielweise fürs Gartenhaus, wer frisst das Vogelhaus leer oder zum Überwachen des wenig frequentierten Kellereingangs. Vor allem das Licht besitzt auch einen Abschreckungseffekt bei Nacht.

Dank der Solarzelle ist es möglich, die Kamera komplett ohne weitere Stromkosten zu betreiben. Das klappt aber nur bei nicht stark frequentierten Bereichen und du musst die Solarzelle korrekt im optimalen Winkel zur Sonne montieren.

Sie hat eine Menschenerkennung verbaut, aber die kann auch mal fehlschlagen, wenn eine Katze sich richtig im Bild positioniert. Mit Sirenen wäre ich im Freien immer vorsichtig, außer ihr wollt Stress mit den Nachbarn. Die Sirene lässt sich aber auch manuell per App anschalten!

Für sehr umfangreiche Setups mit hohen Ansprüchen empfehle ich dir aber wie immer Modelle mit RTSP und ohne Akku.

 

 

Zum Inhaltsverzeichnis springen

Erfahrungswerte

Der Lieferumfang

Das Setup ist in 5 Minuten erledigt. Powerknopf drücken, die Kamera fährt hoch. App installieren, registrieren, hinzufügen drücken und den Anweisungen folgen. WLAN-Daten eingeben, QR-Code vor die Kamera halten, fertig.

  • Die Push-Nachrichten kommen recht schnell, 2–4 Sekunden, dann sind sie da.
  • Zur Bewegungserkennung wird ein PIR verwendet. Der reagiert auf warme Objekte, die sich bewegen! Ohne PIR würde ich nichts mehr kaufen, denn ein PIR reduziert Fehlalarme massiv.
  • Werfe ich einen Schatten an die Wand, dann löst das hier aufgrund des PIR keinen Alarm aus.
  • Bei Nacht dauert es ca. 3–4 Sekunden, bis das Licht angeht, wenn ich vor die Kamera trete. Das ist normal, denn alle akkubetriebene Kameras haben technisch bedingt so ca. 2–4 Sekunden Vorlaufzeit.
  • Bei Bewegungserkennung ist eine Warnung mit Ton und Licht möglich, Sirene und LED-Licht gehen an. Das ist aber nur Nachts gültig. Nachts heißt hier nicht Nacht, sondern Nacht heißt für die Kamera, dass es dunkel ist bzw. dass die IR-LED an ist!

Es gibt drei Optionen:

  1. Nur Sirene
  2. Nur licht
  3. Beides
Bild
Die Kamera - Maße
Bild
Flexible Wandhalterung mit Kamera
  • Die Bewegungsempfindlichkeit kann eingestellt werden und es ist möglich einen Alarmbereich zu definieren.
  • Die Kamera besitzt 2-Wege-Audio. D.h es ist ein Lautsprecher und ein Mikrofon verbaut. Somit ist Gegensprechen möglich. Ich kann verstehen, was in 2–3 Metern entfernt gesprochen wird. Gegensprechen funktioniert soweit gut, der Ton aus der Kamera, auf 70 % ist verständlich. 
  • Das WLAN zu ändern ist in der App nicht möglich, dazu ist ein Reset (neue Einrichtung) nötig.
  • Erreicht der Akku einen niedrigen Ladestand, dann erhalten wir eine Mitteilung!

Was verbraucht die Kamera und wie lange hält sie. Das hängt erstmal vom gewählten Arbeitsmodus ab und wie oft sie auslöst. Für hochfrequentierte Bereiche sind Akkukameras ungeeignet, egal welche, die gehen zu schnell leer.

Zum Inhaltsverzeichnis springen

Laufzeitberechnung

Info: Bei der Laufzeitberechnung wird nicht berücksichtigt, dass wir die Solarzelle anschließen können und im Betrieb laden könnten. Bei voller Sonne sind das pro Stunde ca. 6 - 7 %

Am energiesparendsten ist die Option „Energiesparmodus“, ich habe mit dem Leistungsmodus gearbeitet, weil die Aufnahmen hier bei Bewegung immer fortgesetzt werden. Der Energiesparmodus bricht nämlich nach 10 Sekunden automatisch ab, egal ob da jemand weiter randaliert.

Zum Inhaltsverzeichnis springen

Praxistest – Hochrechnung

  • Ich habe die Kamera einmal 10 Minuten am Stück aufnehmen lassen. Das hat 1 % Akku gekostet.
  • Sie würde somit ca. 1000 Minuten (10 Minuten x 100) durchhalten.
  • Das sind 60.000 (1000 x 60)Sekunden.
  • 60.000 / 10 = 6000 Auslösungen a 10 Sekunden.
  • 6000 / 50 Auslösungen = 120 Tage.
Zum Inhaltsverzeichnis springen

Theoretische Berechnung aufgrund der Akkukapazität

  • 5200 mAh Akku (kann eine Stunde lang 5200 mA liefern).
  • Arbeitsverbrauch 230 mA pro Stunde Betrieb.
  • 5200 / 230 = 22,6 Stunden.
  • Das sind, 1356 Minuten, gleich 81360 Sekunden.
  • 81360 Sekunden / 10 Sekunden = 8136 Auslösungen a 10 Sekunden.
  • 8136 / 50 Auslösungen = 162 Tage.

Der Hersteller selbst gibt an: 100 Tage, wenn sie 50 Mal am Tag auslöst. 

Zum Inhaltsverzeichnis springen

Solarzelle und Stromausbeute

Bild
Solarzelle auf einem Hausdach
Bild
Solarzelle mit flexibler Wandhalterung

Angabe auf der Solarzelle: 19,5 % Konversion, 5V

Ich habe in der Praxis geprüft, was die beiliegende Solarzelle an Strom produziert.

  • 17.10.2022 10:00,
  • 45 % Akkustand,
  • Solarzelle aufs Dach gelegt, volle Morgensonne, keine Wolken,
  • Akkustand springt auf, „wird geladen“,
  • Nach einer Stunde: 50 %,
  • Nochmal eine Stunde: 58 %

In zwei Stunden, unter Optimalbedingungen, wurde der Akku um ca. 13 % geladen.

Info: Was passiert bei komplettem Nebel und Wolken. Eine Stunde laden, selbe Position, 1 Stunde? Akkustand vorher 50 % und danach auch. Ausbeute also gegen null. Sonne muss sein.
Zum Inhaltsverzeichnis springen

App – Übersicht und Video

Die App und alle Funktionen

Die App ist übersichtlich und recht gut auf Deutsch übersetzt. Es gibt zudem einen Zeitplan, der Ton kann abgeschaltet werden und eine Batterieverbrauchstatistik ist vorhanden.

Weitere wichtige Funktionen

  • Energiesparmodus, Leistungsmodus und manuellen Modus.
  • Bewegungssensitivität
  • Zeitplan
  • Bewegungszonen
  • Batterieverbrauchsstatistik
  • Ton an/aus
  • Sirene manuell aktivieren
  • Licht manuell aktivieren
  • Alarmübersicht als Liste
Zum Inhaltsverzeichnis springen

Cloud

Cloud, Stand 19.10.2022
  • Es ist zu erstmal möglich die Cloud 7 Tage zu testen ohne Angabe irgendwelcher Daten.
  • Das Jahresabo mit 7-Tage Speicher kommt aber schon fast auf den Preis der Kamera, 50 €.

Cloudpreise, Stand 19.10.2022

Monat

  • 2,99 $ (3 Tage Speicher)
  • 4,99 $ (7 Tage Speicher)

Quartal

  • 8,37 $ (3 Tage Speicher)
  • 14,37 $ (7 Tage Speicher)

Jahr

  • 30 $ (3 Tage Speicher)
  • 50 $ (7 Tage Speicher)
Zum Inhaltsverzeichnis springen

Testaufnahmen – Video

Videokompression oder FPS, lassen sich leider nicht manuell justieren.

Videodaten
Zum Inhaltsverzeichnis springen

Technische Daten

  • 5200 mAh Akku
  • LED
  • Standby-Zeit: 6 Monate
  • Arbeitszeit laut Hersteller: 100 Tage (50 Mal pro Tag aufwachen)
  • Bis 128 DB SD-Karten
  • IP65
  • 2-Wege-Audio
  • Auflösung 2304 x 1296
  • 15 FPS
  • Hersteller Webseite: https://www.iegeek.com
Zum Inhaltsverzeichnis springen

Nachtrag

  • Die Probelcloud ist inzwischen abgelaufen, aber es gibt keine Funktionsbeeinträchtigungen, außer, dass eben der Cloudreiter ohne Funktion ist.
  • Es gab heute, 29.10.2022, direkt noch ein weiteres Firmwareupdate. Zu Anfang des Tests gab es auch eins.
  • Ich habe noch etwas Batteriestatistik am Treppenaufgang betrieben. Nachfolgend das Bild.
Batteriestatistik einer Woche

Über mich

Bild
Hallo

Ich bin Marco und ich teste seit Jahren Überwachungskameras und schreibe die Artikel auf dieser Seite. Links zu Onlineshops sind sogenannte Affiliatelinks und wenn du darüber etwas kaufst, so erhält diese Seite eine kleine Werbevergütung. Der Endpreis ändert sich dabei nicht!

Weitere Infos über mich und wie ihr das Projekt unterstützen könnt.