Geschrieben am 29.01.2019 von Marco, aktualisiert 12.08.2022
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Überwachungskamera Kaufberatung

Heute erfährst du, worauf du beim Kauf einer Überwachungskamera achten solltest, was wichtig ist und was optional. Es hängt auch sehr stark von deinem Anwendungsfall ab und deshalb werde ich dir am Ende auch einige Anwendungsbeispiele aufzeigen.

 
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Fachbegriffe bei Überwachungskameras

Wenn du gerade erst in das Thema Überwachungskamera einsteigst, dann empfehle ich dir meinen Artikel zu den Fachbegriffen zu lesen: Überwachungskamera Fachbegriffe verstehen. Ich habe den Artikel aber so einfach wie möglich geschrieben und die Fachbegriffe reduziert.

 

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Anschluss: WLAN, LAN und die Stromversorgung

Info: WLAN ist eine drahtlose Netzwerkverbindung. Wenn ich von LAN oder Netzwerkkabel spreche, meine ich eine Kabelverbindung mit einem RJ45-Kabel. In den meisten Fällen wird das Kabel mit dem Router verbunden bzw. kommt auch von dort.
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Netzwerkkabel, RJ45
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Netzwerkanschluss(Mitte)

Bevor du dir eine Überwachungskamera zulegst, solltest du dir Gedanken darüber machen, wo diese später montiert wird.

  1. Gibt es dort eine Steckdose?
  2. Gibt es dort Netzwerkanschluss/Netzwerkkabel?
  3. Gibt es dort WLAN?

Diese drei Fragen sind enorm wichtig. Sehr viele Überwachungskameras benötigen logischerweise einen Stromanschluss. Es gibt natürlich auch Ausnahmen bzw. Modelle mit Akku/Batterie. Folgende Modelle habe ich kürzlich getestet:

  1. Reolink Argus 3 Pro (Test) - Solarzelle möglich.
  2. COOAU ZS-GC1 - Sehr preiswert, mit Akku
  3. Blink Outdoor (Test)

Ich teste allerdings in regelmäßigen Abständen immer wieder diverse Überwachungskameras, welche ihr kostenlose lesen und nach Kriterien filtern könnt: Überwachungskameras im Test

 

Wenn kein Netzwerkkabel genutzt werden soll, dann muss an der Stelle, an der die Kamera später stehen soll, eine stabile WLAN-Verbindung verfügbar sein!

Es gibt allerdings auch Kameras, welche eine Direktverbindung ohne WLAN-Router ermöglichen. Die Kamera selbst erstellt dabei ein WLAN und es ist dann ist es möglich sich direkt mit der Überwachungskamera zu verbinden. Die HiKam S6(Auslaufmodell) hat dafür den sogenannten AP-Modus. Diese Funktion kenne ich bisher auch nur von der Hikam S6. Die HiKam S6 hat keinen Akku und benötigt eine Steckdose!

 

Folgendes muss zuerst feststehen:

  1. Stromanschluss oder Akku?
  2. WLAN oder LAN(Netzwerkkabel)?

Wenn kein WLAN/LAN zur Verfügung steht, dann wird eine Überwachungskamera benötigt, welche entweder über das mobile Internet (LTE etc) funktioniert oder eine Direktverbindung erlaubt. Bei einer Kamera die mobiles Internet nutzt kommen natürlich kosten durch die SIM-Karte zustande. In Deutschland sind diese leider immer noch recht hoch. 

 

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Funktionen

Überwachungskameras haben oft eine Vielzahl von Funktionen und oft ist es unklar, was eigentlich gebraucht wird. Deshalb werde ich hier kurz auf die wichtigsten Funktionen eingehen. Ob du diese Funktionen benötigst, kannst du dann selbst entscheiden. Wichtig ist erst einmal, dass du darüber Bescheid weißt und dann je nach Anwendungsfall entscheidest.

 

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Privatsphärebereiche (Privacy-Zone)

Geschwärzter Bereich

 ​Diese Funktion benötigst du, wenn du einen Teil des Bildes schwärzen willst. Beispielsweise, wenn auf dem Videobild nachher ein PC-Monitor erkennbar wäre, welcher sensible Informationen enthalten könnte. 

 

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Alarmbereiche

Alarmbereiche (INSTAR-Modell)

Falls nur ein spezieller Bereich überwacht werden sollt, dann ist die Alarmbereiche-Funktion besonders wichtig. Dabei werden spezielle Bereiche definiert und nur dort wird auf Bewegung reagiert. Nützlich, wenn beispielsweise ein Fenster mit auf dem Videobild ist, in dem sich dauernd etwas bewegt, dies aber keinen Alarm auslösen soll.

 

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PIR-Sensor

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PIR-Sensor (oben) IN-8003
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PIR (schwarze Halbkugel) IN-9008

PIR-Sensoren reagieren auf warme, sich bewegende Objekte. Der normale Alarm per Bildvergleich reagiert dagegen auf alles. Bei INSTAR-Modellen kann der PIR mit dem Alarmbereich gekoppelt werden.

 

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Motor(PTZ)

Es gibt Überwachungskamera mit Motor. Damit kannst du eine Kamera aus der Ferne schwenken, neigen und drehen. Die Funktion ist hilfreich, wenn du einen großflächigen Bereich felixel überwachen möchtest und die Kamera nicht den ganzen Bereich auf einmal zeigen kann. Einige professionellere Modelle erlauben es auch, die Kamera selbstständig patrouillieren zu lassen. Dazu fährt der Motor dann verschiedene Positionen automatisch in einem Zeitintervall ab.

 

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Alarm I/O

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Alarm I/O (grün)
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Alarm I/O 2

Einige professionellere Modelle verfügen über Alarmeingänge/Ausgänge. Der häufigste Anwendungsfall ist, dass eine Alarmanlage oder ein Scheinwerfer daran angeschlossen wird und die Kamera diese bei Bewegungserkennung aktiviert. Wer so etwas plant, muss sich vorher über die Kompatibilität informieren!

 

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Nachtsicht

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IR-LEDs ausgeschaltet
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IR-LEDs bei Nacht

Fast alle Modelle verfügen mittlerweile über sogenannte Infrarot-LEDS (IR). Diese leuchten im Dunklen in der Regel rot. Es gibt aber auch Modelle, die IR-LEDs mit 850nm einsetzen und die sind bei Nacht so gut wie unsichtbar.

Das Videobild ist mit IR-Licht immer schwarzweiß

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Bild bei Nacht
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Nachtsicht in Blue Iris

 

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Zeitplan

Zeitplan einer Überwachungskamera

Viele Kameras bieten die Möglichkeit, Aufnahmen nach Zeitplänen zu steuern. Sinnvoll, wenn die Kamera nur aktiv sein soll, wenn du auf der Arbeit ist. Beispiel 8 - 17 Uhr.

 

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Alarmaktionen

Alarmaktionen, die ich bisher gesehen habe, sind folgende:

  1. Alarmvideo auf FTP, SD-Karte oder Cloud.
  2. Alarm bei Klang.
  3. Bilder per Mail (manchmal ist die Anzahl konfigurierbar).
  4. Push aufs Handy (per App).
  5. Sirene über den Lautsprecher.
  6. Alarmbereich
  7. Motor bewegen (PTZ)
  8. Linenüberschreitungsalarm (IMOU 4K KNIGHT)
  9. Objekt folgen (seltene Funktion).
  10. Ausgang/Eingang (I/O) schalten

 

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Mikrofon, Lautsprecher - Gegensprechen

Nahezu alle Modelle verfügen heutzutage über einen Lautsprecher und ein Mikrofon. Mit einem Mikrofon kannst du hören, was vor der Kamera passiert. In meinen Testberichten gibt es immer ein Video mit Testaufnahmen und ganz am Anfang demonstriere ich immer die Mikrofonqualität.

Mit dem Lautsprecher kann Ton ausgeben werden. Mikrofon und Lautsprecher ermöglichen es also, die Kamera als Gegensprechanlage zu nutzen. Bitte berücksichtige, dass die Lautsprecher meist klein sind und deshalb nur eine entsprechende Lautstärke erreichen. In der Regel sollte sich die Person nahe vor der Kamera befinden, damit es verständlich ist.

 

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ONVIF und RTSP

Diese beiden Begriffe sind besonders wichtig, wenn du die Kamera in einer Drittanbietersoftware wie iSpy, Zoneminder, Blue Iris oder Instar Vision 2 nutzen möchtest.

Was ist ONVIF: Was ist ONVIF?

Was ist RTSP: Was ist ein RTSP-Stream?

Überwachungskameras mit RTSP: Testberichte anzeigen

 

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WDR und HDR

WDR steht für "Wide Dynamic Range". HDR steht für "High Dynamic Range". Diese Funktion ermöglicht ein gleichmäßig belichtetes Bild, auch bei schwierigen Lichtsituationen.

Was ist WDR: WDR Sensoren bei Überwachungskameras

 

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Pre-Record

Unter dem Begriff versteht man, dass eine Kamera bereits Video aufzeichnet, bevor ein Alarm wahrgenommen wird. Diese Funktion ist sehr nützlich, wenn die Kamera an einer Position steht, wo es möglich wäre in 1-3 Sekunden schnell durchs Bild zu rennen. Viele Kameras benötigen nämlich 1-3 Sekunden, um einen Alarm zu registrieren. Wenn diese dann also nicht über Pre-Record verfügen, ist niemand auf dem Überwachungsvideo zu sehen. Bei Daueraufnahmen gibt es dieses Problem natürlich nicht.

 

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Fotoserie

Einige wenige Modelle können eine Fotoserie erstellen bzw. alle X Sekunden/Minuten ein Bild machen. Dies könnte als Zeitraffer bezeichnet werden.

 

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Daueraufnahmen

Viele Modelle können permanent auf eine SD-Karte aufnehmen und überschreiben ältere Aufnahmen, falls die SD-Karte voll ist.

 

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Licht

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Das Licht der IMOU Knight 4K
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Licht bei nacht

Inzwischen besitzen viele Überwachungskameras LED-Lichter. Das hat einen Abschreckungeseffekt auf Eindringlinge und ersetzt außerdem den Bewegungsmelder mit Licht.

 

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Geofencing

Geofencing ermöglicht es, die Kamera ein- und abzuschalten, wenn wir uns mit dem Handy im Haus befinden oder nicht. Das ermöglicht einen praktischen Automatismus.

 

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Einsatz: Außen oder innen?

Wenn du eine Kamera im Außenbereich einsetzen willst, so muss diese wetterfest sein(IPX-Angaben). Auch zu tiefe Temperaturen können ein Problem sein. Dazu geben die Hersteller oft Betriebstemperaturen an! Wer eine Kamera im Freien einsetzt, sollte auch darauf achten, sie so zu montieren, dass sie nicht eingeschneit wird!

 

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Videos speichern

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SD-Karte/Cloud

Viele Überwachungskameras haben einen SD-Kartenlsot und könne auf eine SD-Karte speichern. Einige Modelle können auch direkt in die Cloud speichern. Vorteil hierbei ist, dass wir keinen Computer laufen lassen müssen, um alles zu verwalten, da die Kamera selbst die Aufnahmen verwaltet. Der Nachteil bei einer SD-Karte ist, dass jemand die Kamera samt Aufnahme direkt abmontieren, also klauen könnte. Zumindest, wenn er die Kamera erreichen kann.

Die Cloud kostet allerdings Geld und das läppert sich recht schnell. Kleine Pakete gibt es ab 5€ im Monat und bei vielen Kameras muss mit 100€ aufwärts gerechnet werden.

 

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PC-Software

Wer eine PC-Software nutzt, der muss den PC permanent laufen lassen, da dieser die Aufnahmen verwaltet/speichert. Ich habe einige Software für die Verwaltung von Überwachungskameras getestet, von einfach bis Profi.

 

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NVR - Netzwerk-Videorekorder

Es gibt spezielle Netzwerk-Videorekorder mit Festplatte, welche dann die Aufnahmen speichern. Was ist ein NVR (Network Video Recorder)?

Tipp: Siehe hierzu auch mein Test/Artikelserie zum Synology NVR1218

 

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NAS

Einige NAS-Systeme können RTSP-Streams von Überwachungskameras speichern und verwalten. Meines Wissens, beispielsweise, Synology und QNAP. Kamera hinzufügen und den Pfad des RTSP-Streams eingeben und schon läuft die eigene Überwachungszentrale.

 

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Überwachungskamera Typen und Bauweisen

Info: Kameras für den Außeneinsatz müssen wasserdicht/wetterfest sein.
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Dome-Kamera (Decke und Wand) (1)
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Kleines Standmodell (2) - Nooie 360 Babykamera
  • Dome-Bauweise (1): Die Kamera ist quasi eine Art Halbkugel. Daher auch der Name. Je nach Angabe, außen oder innen. Meist aber außen.
  • Standmodell (2): Hier gibt es viele preiswerte Modelle. In der Regel sind diese Kameras für Tische geeignet. Sie können aber auch oft an die Wand geklebt oder montiert werden. Meist für den Inneneinsatz konzipiert.

 

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Modell für Seitenwände (3)
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Modell für Innen, mit Motor (4)
  • Modell für Seitenwände(3): Solche Kameras haben in der Regel ein Gelenk, welches für die Montage und die Ausrichtung an einer Seitenwand gedacht ist. Typisches Modell für den Außeneinsatz.
  • Motorisierte Innenkamera (4): Motorisierte Innenkameras haben oft eine Art Sockel, auf der sich die Kamera befindet. Die Kamera rotiert auf dem Sockel und der Kopf ist zwischen zwei Säulen verbaut. Der Kopf neigt sich nach oben und unten. Typische Bauweise für den Inneneinsatz.
Info: Oft gibt es Modelle von verschiedenen Herstellern die äußerlich gleich aussehen! Das liegt daran, das manche der Gehäuse "öffentlich" verfügbar sind. Worauf es letztendlich ankommt ist die verbaute Hardware!

 

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Zugriff: Software, Webinterface, Smartphone Apps (mobile &PC)

Der Zugriff und die Verwaltung der Kamera kann auf viele Arten erfolgen. Folgende Methoden gibt es:

  • Steuerung über den PC mit der Software des Herstellers.
  • Steuerung per App.
  • Steuerung über eine Weboberfläche.
  • Steuerung per ONVIF und RTSP: Hier wird externer Software benötigt und die Kamera muss ONVIF und RTSP unterstützen. Die Installation und maßgebliche Konfiguration muss trotzdem, initial, mit der Software des Herstellers durchgeführt werden!

Es gibt Modelle, die alle drei Steuerungsmöglichkeiten bieten, nur eine, oder eben zwei. Hier ein paar Beispiele aus der Praxis, an die ich mich gerade erinnere.

  • INSTAR: Alle drei Methoden sind verfügbar.
  • Reolink: App und PC-Software (manche Modelle). Beachte Hinweise zu akkubetriebenen Modellen.
  • Sehr preiswerte Modelle: Meist nur per App. Testberichte anzeigen
Info: Alle Modelle die RTSP fähig sind können in eine App eingebucht werden bzw. der Videostream kann dort betrachtet werden!

 

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Sicherheit und weitere Gedanken

Info: Ich will hier keine Angst verbreiten, es geht nur um "worst case Szenarien". Diese gelten im übrigen auch für PCs, Handys etc. Jedes Handy hat nämlich auch eine Kamera samt Mikrofon.

Viele Anwender haben die Sorge, dass die Kamera unsicher sein könnte, Daten sendet oder gehackt werden könnte. Darauf will ich jetzt kurz eingehen. Dafür ist es zuerst einmal wichtig, ob die Kamera selbst am Internet angeschlossen sein muss. Ich habe hier beispielsweise den Internetzugang aller Kameras im Router blockiert. Ich benötige keinen direkten Zugriff von Unterwegs und greife nur im Netzwerk auf das Videobild zu. Dadurch, dass die Kameras keinen Internetzugang haben, kann niemand (auch nicht ich) von extern darauf zugreifen. Daten senden können die Kameras so auch nicht. Nachteil: Zugriff von Unterwegs ist nicht möglich. Auch eine servergesteuerte App kann so nicht genutzt werden.

Info: Ich kann aber über mein NAS bzw. die Synology DS-App auf das Videobild der Kameras zugreifen.

Firmen bauen ihre Systeme in der Regel generell so auf, weil die Möglichkeit eines externen Zugriffs eben immer ein Sicherheitsrisiko darstellt.

 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Einsatzort. Was würde schlimmstenfalls passieren, wenn jemand Zugriff auf die Kamera in meiner Hundehütte hat? Großartig nichts, er kann meinen Hund sehen und gegebenenfalls hören wie dieser Schnarcht. Das Gleiche gilt für die Gartenhütte oder die Garageneinfahrt.

Generell würde ich eine Sicherheitskamera nicht an kritischen Orten aufstellen. Beispielsweise würde ich sie niemals permanent in mein Bad stellen. 

Wer sehr viel Wert auf Sicherheit und Transparenz beim Datenschutz legt, der sollte zu bekannteren Herstellern wie INSTAR(Deutscher Hersteller), Netgear etc. greifen. Instar gibt z. B. an, dass ihre Cloudserver in Deutschland stehen. Hier sind die Preise aufgrund der Qualität aber auch höher. Bei einer 30 Euro Kamera aus China, darf man dagegen keine Wunder erwarten, das sollte klar sein. Preiswerte chinesische Modelle haben ihre Cloudserver und Appserver meist in China. Wie ihr seht, ist auch hier der Einsatzzweck entscheidend.

In seltenen Fällen ist der RTSP-Stream nicht passwortgeschützt. Man sollte sich bewusst sein, dass also theoretisch jeder, der weis, wie das geht und sich in unserem Netzwerk befindet, das Videobild (RTSP-Stream) laden kann. 

Das waren jetzt einmal kurz und knapp meine spontanen Gedanken zu diesem Thema. Detaillierte Artikel gibt es aber auch:

 

Info: Der Internetrouter verfügt in der Regel über NAT und ein externer Zugriff, beispielsweise auf den RTSP-Stream, ist von außen nur möglich, wenn wir die Ports weiterleiten.

Zum Thema Passwörter: Sichere Passwörter bei Überwachungskameras

 

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Praxis: Anwendungsbeispiele

Hier einige Anwendungsbeispiele aus der Praxis bzw. meine persönliche Meinung/Einschätzung dazu. Ich gebe hier an, was ich mindestens als notwendig erachte.

 

Einsatz als Babyphone

Hier ist eine App für das Handy wichtig, mit welcher der Videostream betrachtet werden kann. Auch ein Mikrofon ist nützlich, da wir so hören, wenn das Baby schreit. Bewegungserkennung ist hier eher unwichtig. Spezialfunktionen auch.

  1. App
  2. Mikrofon
  3. Nachtsicht(IR ELDS)
  4. Videoqualität zweitrangig

 

Tiere Überwachen: Beispiel Hundehütte

Hier ist eine App fürs Handy auch nützlich, wenn man nur das Handy nutzen will. Bewegungserkennung ist hier eher unwichtig und Spezialfunktionen auch.

  1. App
  2. Nachtsicht (IR LEDS)
  3. Videoqualität zweitrangig
  4. Eventuell ein Mikrofon

 

Gartenhütte oder die Garageneinfahrt überwachen

Dazu muss die Kamera wetterfest sein. Des Weiteren sollte die Bildqualität mindestens 720P betragen. Heutzutage würde ich allerdings alles ab 1080P (FullHD) empfehlen. Zu den Funktionen, die ich hier mindestens benötigt sehe.

  1. WDR
  2. 1080P
  3. Nachtsicht
  4. PIR-Sensor
  5. Wetterfest
  6. Pre-Recording (wer Daueraufnahmen macht, benötigt dies nicht unbedingt)
  7. App mit Push-Nachricht
  8. Falls kein PC laufen soll, SD-Karte zur Speicherung.

 

Überwachung von Innenräumen

Die Kamera muss hier nicht wetterfest sein. Als Auflösung würde ich auch hier mindestens 720P, eher 1080P empfehlen.

  1. WDR
  2. 1080P
  3. PIR-Sensor
  4. Pre-Recording (wer Daueraufnahmen macht, benötigt dies nicht unbedingt)
  5. App mit Push
  6. Nachtsicht, wenn nachts kein Licht brennt.
  7. Mikrofon kann nützlich sein, da wir hören, was vor sich geht bzw. ob jemand spricht.

 

Mehrere Kameras, größeres Überwachungsprojekt

Hier würde ich ausschließlich ONVIF/RTSP fähige Kameras einsetzen. Vor allem, wenn ich plane, das System zu erweitern. Ich kann so nämlich verschiedene Kameras, verschiedener Hersteller einsetzen. Außerdem sollte überdacht werden, welche Speichermöglichkeit eingesetzt werden soll. Geeignet wären:

  • NVRs (Funktionen durch den Hersteller des NVRs vorgegeben)
  • NAS (Vorgegebene Funktionen durch den Hersteller des NAS)
  • PC mit entsprechender Software(maximale Funktionen möglich. Siehe Blue Iris). Die Software kann gewechselt werden, da es verschiedene Alternativen gibt. Siehe auch: Software für Überwachungskameras

Ich empfehle bei größeren Projekten folgende meiner Artikel:

Was natürlich auch möglich ist, ist ein Komplettpaket wie z. B. dieses hier: Netgear ARLO Überwachungskamera-System (Sicherheitssystem) im TestDort seid ihr dann allerdings an den Hersteller gebunden. Dafür ist es am einfachsten einzurichten. Bei Netgear kommen dann noch die Kosten für die Cloud hinzu.

 

Das war jetzt einmal ein, hoffentlich, verständlicher Einstieg. Als Nächstes empfehle ich dir, meine Testberichte zu lesen:

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Hallo

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